Thailand, das einstige Siam, ist ein tropisches Land im Herzen Süd-Ostasiens, auf halbem Weg zwischen Indien und China, umgrenzt von Burma, Laos, Kambodscha und Malaysia.
14 Stunden dauert die Zugfahrt von Bangkok nach Chiang Mai. Wir fahren durch die endlose Ebene des Chao Phraya Tales vorbei an unzähligen Reisfeldern. Der Norden Thailands war bis zum Anfang dieses Jahrhunderts fast vom Rest Siams abgeschnitten - nue Elefantenpfade führten von Bangkok nach Chiang Mai, und die Reisenden mußten wochenlang den Dschungel durchqueren, bis sie endlich ihr Ziel erreichten. Der Elefant war das einzige zur Verfügung stehende Transportmittel.
Hier entwickelten sich die königlichen, religiösen und gesellschaftlichen Sitten und Bräuche.
Einen herrlichen Sonnenaufgang erleben wir in Chiang Mai, Thailands zweitgrößter Stadt. Zeitig am Morgen ziehen schweigende Mönche in safrangelben Kutten barfuß mit ihren Bettelschalen durch Dörfer und Städte, um vom buddhistischen Gläubigen Speisen zu erhalten, der sie bereits erwartet.
Nord Thailand ist die Wiege der thai-buddhistischen Zivilisation, hier fand die Kunst und Tradition ihren Ursprung.
Vom 11. bis 14. Jahrhundert herrschten in dieser Region Fürstentümer und Reiche, die die Grundsteine der heutigen Thai-Gesellschaft legten.
